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So bedroht ist der atlantische Regenwald wirklich!

Die Situation rund um den Regenwald und den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro war letztes Jahr in aller Munde. Aktuell ist es eher ruhig geworden – Zeit für uns, mal zu recherchieren: wie steht es um den atlantischen Regenwald, wo auch unser Mate Tee her kommt? Erfahre in diesem Artikel von unserer Gastautorin Julia, wie bedroht der atlantische Regenwald tatsächlich ist, welche Folgen die aktuelle Situation für den Klimaschutz hat und wie wichtig ein nachhaltiger Anbau von Mate-Tee ist.

Als Team von Maraña Yerba Mate sind auch wir immer wieder mit der Frage konfrontiert, woher unser Mate Tee kommt und wie die Produktionsbedingungen vor Ort sind. Insbesondere im Zuge der aktuellen Diskussion um Klimapolitik generell sowie der Brände im brasilianischen Regenwald im Speziellen beschäftigen auch wir uns mit der Thematik und beantworten euch gerne ein paar Fragen:

Wo liegt der atlantische Regenwald eigentlich und wieso ist er so wichtig?

Die Mata Atlântica (in Deutsch als atlantischer Regenwald bezeichnet) erstreckt sich von der Ostküste Brasiliens bis ins Innere von Südamerika nach Argentinien und Paraguay. 1992 wurde er von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt, denn der Mata Atlântica beherbergt viele verschiedene Ökosysteme und eine enorme Artenvielfalt – sogar deutlich mehr als der bekannte Amazonas Regenwald. Ganze 20.000 Pflanzenspezies und mehr als 2.000 Tierarten sind dort beheimatet. 40% der Pflanzen und 30% der Tiere gibt es sogar ausschließlich dort! Er erstreckt sich über 17 der 26 Bundesstaaten Brasiliens und zeigt sich im südlichen Bahia, in Santa Catarina oder in Paraná, der Region aus der unser Yerba Mate kommt, in seiner ganzen Vielfalt. Im Gegensatz zu anderen Gegenden Brasiliens gibt es hier noch relativ große, zusammenhängende Flächen des Urwalds.

Der Mata Atlântica ist für das Klima enorm wichtig. Denn je artenreicher ein Wald ist, desto mehr Kohlenstoff wird über die Fotosynthese aufgenommen. Damit beeinflusst der atlantische Regenwald aufgrund seiner Artenvielfalt das Klima positiv. Darüber hinaus dient er als wichtiger Lieferant für Grundwasser. 

Ausbreitung des atlantischen Regenwaldes im 16. Jahrhundert/20. Jahrhundert.

Wieso ist der atlantische Regenwald bedroht?

Der Mata Atlântica war früher 1,3 Millionen Quadratkilometern groß. Heute sind nur noch etwa acht Prozent davon gut erhalten. Ironischerweise macht gerade der Klimawandel dem Regenwald als „Klimaretter“ zu schaffen. Zunehmende Naturkatastrophen wie starke und lang andauernde Regenfälle sowie die dadurch entstehenden Überschwemmungen und Erdrutsche hinterlassen auch im Mata Atlântica ihre Spuren. Hinzu kommt, dass man viele Regenwälder rodet, um Platz für Futteranbau und Viehhaltung zu schaffen. So verschwindet der Mata Atlântica nach und nach von der Landkarte. 

Aussicht in Richtung der Region Santa Catarina

Und wieso ist die brasilianische Regierung aktuell so viel in den Medien?

Brasilien besitzt eine große internationale Verantwortung in puncto Klimaschutz, da ein großer Anteil des Regenwaldgebiets in dem südamerikanischen Land liegt. Insgesamt ist die Regenwaldfläche in Brasilien größer als Westeuropa, so die Umweltschutzorganisation WWF.

Mit der Wahl von Jair Bolsonaro zum brasilianischen Präsidenten im Oktober 2018 nahm die Bedrohung des Regenwalds Fahrt auf. Schon zuvor war Brandstiftung im brasilianischen Regenwald ein Problem. Die Regierung um Bolsonaro hatte mit der Wahl die wirtschaftliche Erschließung des Regenwalds offiziell als Ziel verkündet – davon sind sowohl der Amazonas als auch der Mata Atlântica betroffen. Dieses Ziel ließ die Weltöffentlichkeit aufhorchen, denn die beiden Wälder sind als CO2-Speicher von globaler Bedeutung. Darüber hinaus erteilte Bolsonaro dem Landwirtschaftsministerium die Verantwortung über die Schutzgebiete, sodass wichtige Kontrollinstanzen an Einfluss verloren haben. 

Viele Brandstifter nutzen die derzeitige Situation aus, sodass immer mehr Teile der Regenwälder in Flammen stehen. Nachdem der Regenwald abgebrannt ist, nutzen zunächst Kleinbauern die Flächen für ihre Viehherden. Später folgen häufig Agrarunternehmen. Sie legalisieren die Fläche im Nachgang und pflanzen Soja, Mais oder Baumwolle an und nutzen die Flächen wirtschaftlich.

Wie ist die aktuelle Situation in Brasilien?

Der Druck auf Bolsonaro ist gegen Ende 2019 enorm gestiegen. Internationale Politiker kritisieren den Regierungschef scharf und auch in Brasilien gingen Tausende Menschen auf die Straße, um für das Klima und gegen die Abholzung der Regenwälder zu protestieren. 

Währenddessen veröffentlichte das Weltraumforschungsinstitut INPE Daten, die den dramatischen Anstieg der Zerstörung im Regenwald zeigen. Bolsonaro sprach von einer Manipulation der Zahlen, will nun aber selber größere Anstrengungen zum Schutz des Regenwaldes unternehmen. Er kündigt an, zukünftig hart gegen illegale Abholzung und Brandstiftung vorgehen zu wollen. Wir sind gespannt, wie sich die Lage weiter entwickelt.

Und was hat das mit mir zu tun?

Okay – schön und gut, jetzt weißt du, was los ist, fragst dich aber, was du tun kannst? Ganz einfach – die Lebensmittel, die du kaufst, haben häufig schon eine deutlich längere Reise hinter sich als den Weg vom Supermarkt in deine Wohnung. Viele Produkte kommen aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt. Vielleicht kaufst du auch hin und wieder Lebensmittel, die auf den Ackerflächen des ehemaligen Regenwaldes angebaut wurden. Unsere Farmer in Brasilien leiden etwa stark unter Rodungen für den Sojaanbau für Soja-Produkte und Tierfutter. Versuche daher darauf zu achten, woher die Sachen, die du kaufst, kommen.

Anbau unseres Mate Tees wild und nachhaltig im Regenwald

Uns ist das enorm wichtig! Mate Tee kommt ursprünglich aus Südamerika. So auch unser Maraña Yerba Mate, der im Regenwald Brasiliens in der Region Paraná wächst. Unser Yerba Mate wird jedoch nicht auf gerodeten Ackerflächen angebaut, sondern wächst wild im Einklang mit anderen Pflanzen und ohne Pestizide. Auf unserer Farm werden dazu die Setzlinge herangezüchtet und dann im Wald ausgesetzt. Dieser wilde Anbau garantiert uns den besten Mate Tee überhaupt. Er kann im Schatten wachsen und bildet so deutlich weniger Bitter- und mehr Aromastoffe, als Mate von einer Plantage. Diesen Unterschied kannst du schmecken – garantiert!

Die Sträucher werden zudem alle zwei Jahre von Hand geerntet, sodass die Pflanzen genug Zeit zur Regeneration haben. Das Ökosystem bleibt auf diese Weise so unberührt wie möglich. Darüber hinaus planen wir nachhaltige Entwicklungsprojekte im brasilianischen Regenwald zu unterstützen, um der Natur langfristig etwas zurückzugeben. Erfahre über unsere Website bald mehr dazu.

Du kannst also guten Gewissens weiter Mate Tee trinken – achte nur, darauf woher der Tee kommt und wie er angebaut wird.


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