Gründertalk #1: Maximilian und Stefan über die Anfänge ihres Startups

In dieser neuen Rubrik unseres Magazins wollen wir euch einen persönlichen Blick hinter die Kulissen unseres Startups geben, über Neuigkeiten informieren und Gedanken zu verschiedenen Themen in den Bereichen Startup, New Work und Nachhaltigkeit teilen. Unsere Geschichte soll euch inspirieren und gleichzeitig Tagebuch unserer Reise als Unternehmer und der Marke Maraña sein.

“Wir sind jetzt übrigens Teehändler”: Mit dieser Info überraschten Maximilian und Stefan, die beiden Gründer von Maraña Yerba Mate, im Frühjahr 2018 ihre Familien, Freunde und die noch kleine, aber feine Mate-Community in Deutschland. Seitdem hat sich bei den beiden und ihrem Startup einiges getan. Jetzt neigt sich das Jahr 2019 dem Ende, der Online-Shop ist seit fast genau einem Jahr online  – Zeit für einen Blick zurück auf die Anfänge von Maraña. Ich habe die beiden im ersten Gründertalk mit den Fragen gelöchert, die ihnen auf Facebook, Instagram und in der echten Welt am häufigsten gestellt werden!

Maximilian und Stefan, ihr seid mit Maraña Yerba Mate jetzt über ein Jahr am Markt. Hand auf’s Herz: Wie viele schlaflose Nächte hattet ihr am Anfang – und konntet ihr das Schlafdefizit durch Yerba Mate wieder ausgleichen?

Maximilian: Die Anfangszeit war schon wirklich aufregend. Aber wenn alles total easy und entspannt verlaufen wäre… das wäre auch komisch gewesen! (lacht)

Stefan: Ich glaube, so viele schlaflose Nächte gab es dann gar nicht. Es war eher anstrengend, sich jeden einzelnen Tag auf neue Aufgaben und Überraschungen einzustellen. Und immer wieder aus der Komfortzone raus zu müssen. Und ja, da hat unser Mate uns definitiv geholfen! Schon gut, wenn man dann direkt an der Quelle sitzt! (lacht)

Gibt es bei euch denn inzwischen so etwas wie Routine? Oder wie sieht ein typischer Arbeitstag für euch aus?

Stefan: Die großen Prozesse haben sich inzwischen eingependelt. Dass neue Bestellungen reinkommen und bearbeitet werden, ist genauso Alltag wie die Betreuung unserer Social Media-Kanäle oder andere Aufgaben, die täglich anstehen. Routine würde ich das nicht nennen: Das Schöne am eigenen Startup ist ja, dass jeden Tag neue Entscheidungen anstehen und es immer wieder neue Herausforderungen gibt.

Maximilian: Ganz aktuell kümmere ich mich zum Beispiel gerade um eine neue Lieferung Yerba Mate, die demnächst aufs Schiff in Brasilien gehen soll. Außerdem schaue ich mir jeden Tag an, wie unser Online-Marketing läuft und entwickle momentan den Plan für 2020.

Stefan: Wir wollen demnächst endlich mit unserer selbst entworfenen Kalebasse aus Holz an den Start gehen. Da gibt es diese Woche noch Details mit dem Produzenten zu klären. Außerdem arbeite ich an einigen neuen Illustrationen und bereite die Buchhaltung für den letzten Monat vor.

Ihr seid ja eigentlich gar keine Teehändler, sondern studierte Designer. Wie kam es dazu, dass ihr beide Maraña gegründet habt?

Maximilian: Genau, wir haben uns während des Studiums an der Münster School of Design kennengelernt, wo wir beide Kommunikationsdesign im Bachelor und Master studiert haben. Wir haben gleichzeitig mit dem Studium angefangen…

Stefan: Ja genau, das war im Wintersemester 2011.

Maximilian: Dort sind wir dann Freunde geworden. In der Zeit des Masterstudiums habe ich mich intensiv mit dem Thema “Gründung” und “Unternehmertum” auseinandergesetzt und immer wieder auch mit Stefan darüber gesprochen.

Stefan: Ich habe immer mehr Lust bekommen, zu gründen. Und irgendwann kam Max mit einer meterlangen Liste mit potenziellen Geschäftsideen bei mir vorbei! (lacht) Wir haben viele der Ideen intensiv diskutiert und überlegt: In welcher Idee steckt Potenzial, was macht Sinn und worauf haben wir Lust?

Und Yerba Mate war eine Idee auf dieser Liste? Die Frage: “Warum eigentlich Yerba Mate?” wurde übrigens mit am meisten gestellt.

Stefan: Das werden wir oft gefragt. Genau, Yerba Mate stand auch auf der Liste, nachdem wir mal in einem Magazin einen Artikel gelesen hatten, was alles hinter diesem südamerikanischen Aufgussgetränk steckt. Während die Liste dann immer kürzer wurde und je mehr wir über Yerba Mate recherchierten desto interessanter wurde die Idee für uns.

Maximilian: Und vor allem wurde die Faszination für die gesamte Mate-Kultur immer größer. Yerba Mate ist ja ein riesiges Thema in einigen Ländern Südamerikas. In Uruguay sind die Leute total verrückt danach, es spielt eine so wichtige Rolle in ihrem Leben. Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt dort rund 8,5 kg pro Jahr, das ist doch unglaublich! (lacht) Wir kannten Mate bis dahin nur von den Limonaden, die sind ja sehr beliebt.

Stefan: Ja, Club Mate stand bei mir über Jahre auch immer im Kühlschrank.

Maximilian: Aber die künstliche, süße Limonade hat eben nicht wirklich viel mit richtigem Yerba Mate zu tun. Dabei haben die Pflanze und das Thema so viel mehr zu bieten – das wurde uns mit der Zeit, auch durch wissenschaftliche Studien, die wir gelesen hatten, immer klarer. Yerba Mate ist ein sehr gesundes, natürliches Getränk, dessen wirkliches Potenzial in Deutschland und der Welt erst wenigen bekannt ist.

Stefan: Irgendwann war uns dann klar: Das ergibt Sinn, darauf haben wir Lust, das wollen wir machen!

Ihr habt in Münster studiert und dann hier auch gegründet. Als Startup-Hotspot ist die Stadt nicht bekannt. Habt ihr auch mal überlegt, zum Beispiel nach Berlin zu gehen?

Stefan: Nicht wirklich, wobei mir persönlich während der ersten Monate klar wurde, dass Münster ein toller Standort fürs Gründen ist. Man nimmt dann natürlich die Unterstützung ganz anders wahr.

Maximilian: Es gibt zum Beispiel den Digitalhub MünsterLAND, wo wir dieses Jahr einige Monate gearbeitet haben und der Teil eines tollen Netzwerks ist. Wir haben hier außerdem eine junge Szene und viele Studis. Unsere Zielgruppe und zukünftigen Mitarbeiter befinden sich hier also direkt vor der Tür. Und die Startup-Szene und damit Konkurrenz um die Talente ist überschaubar. Das passt!

Stefan: Auch die finanziellen Förderungsmöglichkeiten hier sind super! Ein Gründerkredit der NRW.Bank und ein Stipendium des Landes NRW haben uns echt weitergeholfen. Für das weitere Funding sehen wir uns derzeit aber deutschlandweit um.

Was waren dann die nächsten Schritte? Wie muss man sich die Herangehensweise an ein neues Startup vorstellen?

Stefan: Wir haben dann erstmal noch weiter an unserer Idee, dem Konzept und Geschäftsmodell gearbeitet und schließlich im April 2018 das Unternehmen gegründet. Danach haben wir begonnen, die Finanzierung zu organisieren, den Prozess aufzubauen und an der Marke zu arbeiten. Businessplan und Kreditantrag erstellen, Lieferanten und Dienstleister recherchieren, Produkte testen, ein Design-Konzept entwickeln und und und.

Maximilian: Stichwort Produkte testen – wir haben natürlich erstmal ganz viel Yerba Mate bestellt, um uns einen Marktüberblick zu verschaffen und zu probieren, welche Produkte es schon gibt und wie deren Qualitäten sind. Die ersten Produkte fanden wir überhaupt nicht gut! In Südamerika trinken eben viele den industriell erzeugten, rauchigen und staubigen Yerba Mate, der qualitativ oft eher bescheiden ist. Das ging gar nicht!

Stefan: (lacht) Da dachte ich schon, unser Vorhaben geht den Bach runter: zwei Gründer, die das eigene Produkt nicht mögen! Haha.

Max: Aber wir haben nicht aufgegeben, sondern uns auf die Suche nach Lieferanten direkt in Südamerika gemacht und sind schließlich auch in Brasilien fündig geworden. Die Qualität war um Welten besser als das, was der Markt hier in Deutschland hergibt und hat uns sofort überzeugt. Das Projekt war gerettet! (lacht)

Stefan: Als die erste Lieferung dann auf dem Schiff war, wussten wir: Jetzt wird’s ernst und es gibt noch so viel zu tun! Wir wollten von Anfang an eine direkte, professionelle und effektive Wertschöpfungskette aufbauen, was natürlich Zeit braucht. An der Website haben wir am Ende auch noch lange gefeilt, da mussten wir vor dem Launch mit ein paar Nachtschichten nochmal richtig Gas geben. Aber dann waren wir Ende November wirklich online und konnten von Anfang echt viele Kunden gewinnen! Ein tolles Gefühl!

Ihr habt vorhin das Design schon angesprochen. Die Gestaltung ist ja wirklich nicht alltäglich und echt schön. Könnt ihr kurz erzählen, wie das Design entstanden ist?

Maximilian: Nachdem wir endlich einen Namen für unsere Marke gefunden hatten, begann die Arbeit am Design. Unsere Gestaltung sollte einzigartig sein und unsere zukünftigen Kunden richtig begeistern. Wir haben zusammen dann das Konzept der illustrativen “Welt des Yerba Mate” entwickelt. Ich habe mich unter anderem um die Typografie gekümmert und Stefan hat alle Illustrationen gezeichnet. Zusammen haben wir das Design dann immer weiterentwickelt.

Stefan: Wir haben damit eine einzigartige Bildsprache geschaffen, in der wir alle Möglichkeiten haben, das Thema zu kommunizieren. Wir sehen in der Kommunikation und dem Design einen wichtigen Schlüssel, das Thema Yerba Mate und unsere Marke hier bekannt zu machen. Das ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Als studierte Designer ist das Thema natürlich auch eine unserer Kernkompetenzen.

Was heißt “Maraña” denn eigentlich?

Stefan: Das ist Spanisch und hat verschiedene Bedeutungen. Wir beziehen uns auf “Gestrüpp, Dickicht”. Wir finden die Bedeutung ganz passend, weil Yerba Mate eine Pflanze aus dem Regenwald ist. Der Name ist einzigartig und schafft eine Verortung, womit sich unser Unternehmen befasst. Wir mögen aber auch den Klang des Wortes. Und es ist schön kurz und damit einprägsam.

Wie ist denn euer Resümee der ersten Zeit? Und was habt ihr als nächstes vor?

Stefan: Mein persönliches Fazit ist: Es macht total viel Spaß, an seinem eigenen Startup zu arbeiten, persönlich zu wachsen und die Entwicklung des Unternehmens zu sehen. Ich habe wirklich viel gelernt, weil die Aufgaben weitestgehend neu und die Herausforderungen groß waren. Unsere durchaus ambitionierten Ziele für dieses Jahr haben wir grundlegend erreicht. Die für nächstes Jahr werden größer!

Maximilian: Ja, was die Geschäftsentwicklung angeht, können wir zufrieden sein. Das Feedback unserer Kunden ist überwältigend und bestätigt uns darin, den richtigen Weg zu gehen. Auf den Erfahrungen der ersten Zeit können wir jetzt aufbauen, werden noch mehr Gas geben und Maraña nächstes Jahr aufs nächste Level bringen.

Könnt ihr schon Genaueres sagen?

Maximilian: Wir werden unsere Strukturen und unser Team weiter festigen und ausbauen, um 2020/2021 dann bereit für starkes Wachstum, auch mit der Unterstützung eines Investors zu sein. Außerdem haben wir einige wirklich tolle, noch nicht auf dem Markt gesehene Produkte in der Pipeline! Seid gespannt!

Stefan: Außerdem werden wir Anfang Januar unser Crowdfunding für unseren Mate Becher aka Kalebasse aus Holz auf kickstarter machen. Der Support der Mate-Community in Deutschland wäre der Hammer! Meldet euch für den Newsletter an, dann bekommt ihr direkt Bescheid, wenn es los geht!

Maximilian und Stefan, vielen Dank für das Gespräch und bis zum nächsten Gründertalk!

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