Der ultimative Einsteiger-Guide für Mate Tee

Millionen von Südamerikanern lieben ihren täglichen Mate Tee, aber hier ist die Pflanze mit dem beachtlichen Potenzial noch relativ unbekannt. Mit unserem umfangreichen Guide machen wir dich zum Experten für Yerba Mate!

Inhalt

  1. Die Pflanze aus dem Regenwald – Botanik & Co
  2. Mate-Tee ist das “Nationalgetränk” Südamerikas
  3. Vom Dschungel in die Tasse – Anbau und Herstellung deines Mate-Tees
  4. Die wichtigste Ausrüstung und wie du deinen Mate richtig zubereitest
  5. Der gesunde Wachmacher & Energiespender – Wirkung und Inhalt von Mate-Tee
  6. Vergleich Mate-Tee, Kaffee, Matcha, Grüner Tee

Vielleicht hast du schon gehört, dass es sich bei Mate Tee (Yerba Mate) um ein belebendes Aufgussgetränk handelt. Oder du kennst einige der beliebten Mate-Limonaden aus dem mittlerweile großen Angebot. Ein paar tausend Kilometer südwestlich von hier, in Südamerika, sind viele Menschen allerdings völlig verrückt nach dem „Grünen Gold“. Sie trinken den Mate-Tee in der traditionellen Form als Aufguss der losen Blätter mit Wasser zu jeder Tageszeit.

Die Pflanze aus dem Regenwald

Etwas Botanik muss sein: Yerba Mate besteht ausschließlich aus den getrockneten und zerkleinerten Blättern des Mate-Strauchs. Der Strauch (wissenschaftlicher Name: Ilex paraguariensis) ist eine Pflanze aus der Gattung der Stechpalmen und in den Regenwäldern Südamerikas verbreitet. Ursprünglich stammt er aus dem Paraná-Gebiet an der Grenze zwischen Argentinien, Brasilien und Uruguay. Auch heute findet man die Pflanze dort wild wachsend oder in Kulturen. Sie ist immergrün und kann eine Höhe von 12 bis 14 Metern erreichen. Der Begriff „Yerba“ bedeutet übersetzt Kraut oder Heilkraut.

Mate-Tee ist das “Nationalgetränk” Südamerikas

Yerba Mate hat sich einen Namen als Aufguss-Getränk gemacht und wird in Deutschland meist als Mate Tee bezeichnet (obwohl es sich nicht um einen klassischen Tee im eigentlichen Sinne handelt, aber wir drücken mal ein Auge zu  ). In Südamerika wird ist er aber nicht nur ein Getränk von vielen, sondern hat eine riesengroße kulturelle Bedeutung. In Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay kann der Mate-Tee regelrecht als Nationalgetränk bezeichnet werden. Seit vielen Jahrhunderten wird er dort aufgrund seiner belebenden und gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt. Was in England der „Five-o-Clock-Tea“ und in deutschen Büros der „Kaffee am Morgen“ ist, ist bei vielen Südamerikanern der Yerba Mate.

Eine bestimmte Uhrzeit, einen Yerba Mate zu trinken, gibt es dabei nicht: Vielmehr konsumieren die Menschen immer und überall Mate-Tee und viele kommen zu jeder Tages- und Nachtzeit zusammen, um sich eine Kalebasse (das traditionelle Trinkgefäß) zu teilen, so wie es seit langer Zeit Tradition ist. Wenn du schon einmal in Südamerika warst, wirst du wahrscheinlich eine Menge Leute gesehen haben, die ihren Mate-Tee mit einem Metallstrohhalm, der Bombilla, aus der Kalebasse genossen haben.

Ein Getränk mit langer Tradition

Die Menschen in Südamerika genießen Mate-Tee schon seit Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel. Das Wort Mate stammt vom Quechua-Wort „mati“ ab, das die Kalebasse als Trinkgefäß bezeichnet. Quechua ist eine Sprache der Indios, die bis ins 18. Jahrhundert im Anden-Raum stark verbreitet war. Auch während der Kolonialzeit war Yerba Mate ein beliebtes Getränk. Der Konsum der spanischen Siedler überstieg den der Ureinwohner teilweise sogar noch. Die Neuankömmlinge waren also ziemlich schnell zu großen Fans des Mate-Trinkens geworden. Dadurch überholte Yerba Mate in Paraguay Kaffee und Tabak als Top-Exportprodukt.

Nach dem Krieg in Paraguay Mitte des 19. Jahrhunderts übernahm Brasilien den Status als Hauptproduzent von Yerba Mate, als der Anbau des Mate-Strauchs und die Verarbeitung der Mate-Blätter zu Tee industrialisiert wurden. Mittlerweile baut Brasilien mehr Kaffee für den Export an, sodass heute Argentinien mit einem Jahresvolumen von 250.000 Tonnen der größte Produzent ist. Dies entspricht etwas mehr als der Hälfte des weltweit produzierten Yerba Mate. Die Farm, die unseren Maraña Yerba Mate für uns anbaut und erntet, ist im Süden Brasilien beheimatet.

Vom Dschungel in die Tasse

Yerba Mate wird zwar auch in Kulturen angebaut, allerdings wird heute noch ungefähr die Hälfte des Mate-Tees von wild wachsenden Pflanzen per Hand geerntet – für Maraña sogar zu einhundert Prozent! Du hast mit unserem Mate-Tee also ein echtes und natürliches Stück Natur in deiner Tasse! Diese Form der Ernte sorgt für einen besonders nachhaltigen und behutsamen Umgang mit dem Regenwald. Die Pflanzen werden nie vollständig abgeholzt und nur alle zwei Jahre abgeerntet, so dass sie ausreichend Zeit haben, sich zu erholen. Ein weiterer Vorteil von wild wachsenden Pflanzen ist, dass die Sträucher in jungen Jahren von größeren Schattenspendern im Regenwald geschützt werden. Direkte Sonneneinstrahlung vertragen die Pflanzen nicht gut und die Qualität leidet.

Nach der Ernte werden die Blätter an der Luft getrocknet und zerkleinert. Oft geschieht dies über Holzfeuer, um den Vorgang zu beschleunigen und dem Mate-Tee einen rauchigen Geschmack zu verleihen. Wir verzichten für Maraña Yerba Mate auf Rauchtrocknung, weil wir die intensive grüne Farbe und den frischen Geschmack unseres Yerba Mate lieben!

Die wichtigste Ausrüstung und wie du deinen Mate richtig zubereitest

Wie vorhin schon erwähnt, ist die Kalebasse das traditionelle Gefäß zum Mate trinken. Ursprünglich wurden die Kalebassen aus einem ausgehöhlten Kürbis hergestellt, heute gibt es sie aber in vielen Formen und Farben. Es gibt in Südamerika auch regionale Unterschiede – manche schwören auf Keramik oder Holz, andere auf Glas oder Plastik. Ein Vorteil von Holz oder Keramik ist, dass sie im Gegensatz zum Kürbis nicht aufwändig präpariert werden müssen. Du kannst deinen Mate-Tee auch einfach aus einer Tasse trinken, für das “echte” Trinkerlebnis finden wir eine Kalebasse aber ziemlich stilvoll

Die wohl deutlich wichtigere Ausrüstung ist allerdings die Bombilla, der Metall-Strohhalm mit Sieb, an dem man Mate-Trinker sofort erkennt. Da der Yerba Mate lose aufgegossen wird, kann er nicht einfach aus der Kalebasse oder Tasse getrunken werden. Das Sieb an der Bombilla sorgt dafür, dass du beim Trinken keine Blätter in den Mund bekommst. (Du kannst dir übrigens deine gratis Maraña-Bombilla sichern, wenn du dich für unseren Newsletter anmeldest. Schau dazu einfach mal auf unserer Startseite vorbei.)

Für viele Mate-Profis aus Südamerika gehört noch eine Thermoskanne zur Grundausstattung dazu. Mate wird nämlich nicht nur zuhause oder im Café getrunken, sondern auch unterwegs! Eine Portion Mate kann mehrmals aufgegossen werden, daher wird das heiße Wasser einfach mitgenommen.

Die Zubereitung

Wir haben mittlerweile so viele verschiedene Formen der Zubereitung gesehen, dass uns der Kopf schwirrt! Jede Region Südamerikas hat ihre eigenen Tricks und kleinen Eigenheiten, wie die Kalebasse Mate-Tee zuzubereiten ist. Eine echte Wissenschaft für sich! Wir werden dem daher auf jeden Fall noch einen eigenen Artikel widmen. Wir haben eine Menge verschiedener Sachen ausprobiert und möchten dir hier eine einfache Anleitung an die Hand geben, damit du deinen Yerba Mate unkompliziert und trotzdem mit vollem Geschmack genießen kannst.

Zu Anfang füllst du einfach 2-5 Teelöffel Yerba Mate in deine Kalebasse oder Tasse (Inhalt ca. 250ml). Teste einfach, welche Intensität dir am besten gefällt – manche mögen es stark, manche eher mild. Unser Maraña Yerba Mate ist insgesamt recht mild und frisch, daher wird der Aufguss auch mit mehr als 5 TL eher nicht so bitter. Ich würde sagen, dass ein Aufguss mit 3 TL etwa mit einem grünen Tee vergleichbar ist. Danach kochst du Wasser auf und lässt es auf ca. 85° abkühlen (das dauert etwa 3–4 Minuten). Der Mate wird dann aufgegossen und 5 Min. ziehen gelassen. Nachdem du deine erste Portion genossen hast, kannst du den Mate einfach noch einmal aufgießen. Der Geschmack wird dann etwas milder sein, die Blätter sind aber erst nach 3 bis 4 Aufgüssen ganz ausgewaschen. Eine etwas detaillierte Anleitung hat Miriam hier für dich aufgeschrieben.

Unendliche Variationen: Mate, wie du ihn magst!

Was wir wirklich toll finden: Mate lässt sich unglaublich vielfältig zubereiten und verfeinern. Dabei ist meiner Meinung nach erlaubt, was dir gefällt! Traditionell sind natürlich Kalebasse und Bombilla angesagt, aber Teesieb oder French Press funktionieren auch super. Auch die verschiedenen Mate-Sorten unterscheiden sich stark voneinander. Geräucherter oder gealterter Mate ist meist rauchig und bitterer, während grüner, unbehandelter Mate (wie unser Maraña Mate) milder und frischer schmecken.

Du kannst deinen Mate-Tee auch mit Honig oder Agavendicksaft süßen, Zitrone oder Minze hinzufügen oder ihn einfach kalt zubereiten. Mit Eiswasser aufgegossen und mit Früchten verfeinert ist Mate ein toller und gesunder Eistee für den Sommer (Die Südamerikaner nennen das „Tereré“). Der Kreativität sind eigentlich keine Grenzen gesetzt – wenn du ein tolles Rezept hast, freue ich mich auch sehr über Anregungen! Schau gerne regelmäßig in unserem Magazin vorbei, denn in Zukunft testen wir noch viele weitere Möglichkeiten und werden unsere Rezepte dann hier veröffentlichen.

Der gesunde Wachmacher & Energiespender

Soviel zur Pflanze, Kultur und Zubereitung – wie wirkt das grüne Gold denn nun? Die wichtigste Eigenschaft des Yerba Mate ist definitiv seine anregende Wirkung. Wer liebt nicht einen Koffein-Kick für den Start in den Tag? Oder einen Boost am Nachmittag, um die restlichen Stunden im Büro zu überstehen? Ich persönlich habe nach der Mittagszeit oft Probleme, in die Gänge zu kommen und mich für die weitere Arbeit zu motivieren. Mate-Tee wirkt dabei, im Vergleich zu Kaffee, sanfter und die Wirkung hält insgesamt länger an. Dafür sorgen nicht nur das Koffein, sondern auch Inhaltsstoffe wie Theobromin, Theophyllin und verschiedene Vitamine. Zudem ist Mate-Tee deutlich verträglicher für den Magen als Kaffee.

Abnehmen/Diät

Doch diese Power für Körper & Geist ist noch längst nicht alles, was dir eine Tasse Yerba Mate bieten kann. Denn Mate-Tee kann den Appetit zügeln und bringt den Stoffwechsel in Schwung. Im Zuge einer Diät kann Mate-Tee also – vor einer Mahlzeit getrunken – eine gesunde und natürliche Unterstützung sein. In Südamerika ist er daher traditionell als „Schlankmacher“ bekannt. In Kombination mit Sport und gesunder Ernährung ist Mate-Tee also ein super Assistent, um deine Ziele beim Abnehmen zu erreichen!

Zudem enthält Mate-Tee neben den Vitaminen A, B1, B2 und C auch Antioxidantien, die dabei helfen, Hautalterung und vielen Krankheiten vorzubeugen. In Yerba Mate sind dabei fast doppelt so viele Antioxidantien wie in Grünem Tee! Wie du siehst, ist das „Grüne Gold“ ein echtes Kraftpaket!

Vergleich Mate-Tee, Kaffee, Matcha, Grüner Tee

Tja, zuletzt steht natürlich ein Vergleich an, welches Getränk der perfekte Wachmacher ist. Du hast es dir vielleicht schon gedacht: es kommt darauf an. Jeder Mensch hat seinen eigenen Geschmack und reagiert individuell auf die in den Getränken enthaltenen Wirkstoffe. Ich habe aber für dich einmal die einzelnen Eckdaten zusammengefasst.

Hallo Wach! – Der Koffein-Gehalt

Viele brauchen es, um morgens überhaupt ansprechbar zu sein: Das gute, alte Koffein! Es ist sowohl in Kaffee und Tee als auch im Yerba Mate der hauptsächliche Wachmacher, der die Denkleistung und Aufmerksamkeit ankurbelt. Kaffee liegt beim reinen Koffein-Gehalt ungefähr gleichauf mit Matcha-Tee: Eine Tasse enthält etwa 120-150 mg Koffein. Yerba Mate liegt bei 80 mg pro Tasse, Grüner Tee bei etwa 30 mg. Wie das Koffein wirkt, ist allerdings sehr verschieden. Es ist in Tee und Yerba Mate in sogenannten Gerbstoffen gebunden, was seine Wirkung langsamer und sanfter einsetzen lässt, während der Kaffee mehr “kickt”, aber auch schneller wieder nachlässt. Gemeinsam mit den Wirkstoffen Theobromin und Theophyllin fällt die Wirkung außerdem stärker aus, je nach Ziehzeit kannst du bei Mate-Tee von einer Wirkung wie bei 100-200mg Koffein ausgehen.

Bekömmlichkeit und Gesundheit

Ein Getränk kann noch so toll schmecken – wenn du nach dem Genuss Magenschmerzen hast, ist der Spaß daran schnell vorbei. Und wie gesund sind Kaffee, Tee und Mate eigentlich? Kaffee werden einige tolle Eigenschaften zugeschrieben: Er soll – in Maßen getrunken – das Risiko für Herzinfarkte, Diabetes und verschiedene Krebsarten reduzieren. Allerdings klagen viele Kaffeetrinker auch über Magenprobleme – eine mögliche Folge der enthaltenen Säure. Beim Nachlassen seiner Wirkung kann er außerdem Kopfschmerzen, Nervosität und erneute Müdigkeit verursachen. Du kennst vielleicht das Tief, wenn der Kaffee nachlässt: Ein bisschen wie Entzugserscheinungen. Besonders deutlich machen sich diese bemerkbar, wenn du deinen Kaffee mit Zucker trinkst.

Tee und Yerba Mate sind für die meisten Menschen bekömmlicher. Wie oben schon erwähnt ist auch die Wirkung etwas anders – manche finden das toll, andere lieben den “Kaffee-Kick”. Die Entzugserscheinungen des Kaffees bleiben aber aus. Seit einiger Zeit in „Superfoods“ richtig angesagt sind Antioxidatien, die auch in Mate-Tee und im Matcha enthalten sind. Sie beugen verschiedenen Krankheiten und Hautalterung vor und sind in einem eigenen Wert definiert. Der sogenannte “Oxygen Radical Absorbance Capacity” (ORAC) Wert misst, wie gut ein Antioxidans Sauerstoffradikale abfangen kann. Yerba Mate kommt hier auf einen Wert von etwa 6.000, Matcha auf etwa 1.300. Ein besonderer Wirkstoff in Grünem Tee und Matcha ist das L-Theanin, das beruhigend wirkt. Sowohl Mate als auch Grüner Tee und Matcha enthalten zudem viele Vitamine, Mineralien, Proteine, Aminosäuren und mehr. Mate-Tee wird dazu noch eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zugeschrieben. Einen detaillierten Beitrag zu Inhalten und Wirkung schreiben wir hier in Kürze – das Thema ist auf jeden Fall super komplex!

Während der größte Vorteil des Kaffees also meiner Meinung nach in seiner schnell verfügbaren Power liegt, sind Yerba Mate und grüner Tee eher gesünder und nachhaltiger in ihrer Wirkung. Es geht nichts über den Kick eines starken Espressos am Morgen – den gönne auch ich mir gerne, um in den Tag zu starten. Das Gefühl, mit Mate-Tee den Tag über ein angeregtes und fokussiertes Wachheits-Gefühl zu haben und meinem Körper dabei noch etwas Gutes zu tun, möchte ich aber nicht missen. 🙂

Einen detaillierten Vergleich zwischen Kaffee und Mate haben wir hier für dich gemacht.

Ich hoffe, ich konnte dich mit meiner Wissens-Sammlung vom Mate-Tee Anfänger zum Profi machen — wenn du Fragen hast, melde dich jederzeit gerne bei uns! Ich versuche, den Artikel jederzeit up-to-date zu halten und mit weiteren Insider-Tipps zu zu ergänzen! 

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